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Unternehmer im Lockdown: Aufgeben ist keine Option!

Martin Limbeck erklärt, warum es nicht nur wichtig ist, im Lockdown durchzuhalten, sondern auch ungeahnte Chancen darin zu erkennen.

Als Unternehmer kann ich den aktuellen Fahrplan der Regierung definitiv nicht gutheißen. Eine weitere Verlängerung des Lockdowns, keine konkreten Ansagen, wie es für viele Unternehmen überhaupt weitergehen soll. Bitte nicht falsch verstehen: Natürlich ist es wichtig, dass wir dieses Virus in den Griff bekommen. Doch die Wirtschaft ist langsam am Ende ihrer Kräfte. In meinem Freundes- und Bekanntenkreis gibt es einige Unternehmer und Soloselbstständige, die nicht wissen, wie lange sie sich noch über Wasser halten können. Unter anderem auch deshalb, weil die versprochenen Hilfen Umsatzverluste nicht mal annähernd ausgleichen – wenn sie denn überhaupt gezahlt werden. Manche warten noch Ende Februar auf die Novemberhilfe. Das geht gar nicht! So langsam macht es den Eindruck, dass wir es gar nicht mit einer Öffnungs-, sondern vielmehr mit einer Schließungsstrategie zu tun haben. Ich bin selbst Mitglied des BVMW Bundeswirtschaftssenats – und es trifft mich als Unternehmer sehr, wenn ich sehe, wie mit uns umgegangen wird.

mymuesli hat ausgeknuspert

Wir haben als Unternehmer schließlich eine Verantwortung! Es geht hier nicht um unseren Stolz oder unser Ego. Wir haben Mitarbeiter, denen gegenüber wir verpflichtet sind. Mitarbeiter, die uns vertrauen – und die ich sicher nicht enttäuschen möchte. Aus meiner Sicht fehlt immer noch ein klarer Fahrplan für den „Lockoff“. Und es ist traurig zu sehen, was die Krise inzwischen aus einigen vielversprechenden Unternehmen gemacht hat. Vielleicht steht auf deinem Frühstückstisch morgens auch eine bunte Pappröhre von mymuesli. Das einstige Start-up aus Passau hat eine tolle Entwicklung hingelegt. Gegründet 2007 von drei Studenten, hat sich das Unternehmen Schritt für Schritt ein kleines Filialnetz in Deutschland, Österreich und der Schweiz aufgebaut. Auch wenn die Erfolgskurve 2018 etwas ins Straucheln geriet, war das noch lange nicht vergleichbar mit dem, was die lang anhaltenden Lockdowns ausgelöst haben. Das Unternehmen wird in den nächsten Monaten 20 seiner 23 Ladengeschäfte in Deutschland schließen müssen. Zwar durften sie als Lebensmittelhändler offen haben. Doch wer fährt noch in die Stadt und kauft dort sein Müsli, wenn ringsherum alles zu ist?

Den gesamten Artikel „Unternehmer im Lockdown: Aufgeben ist keine Option!“ von Martin Limbeck, finden Sie in der aktuellen Ausgabe vom founders Magazin Nr. 22 -> LINK

Bild: depositphotos / nektarstock

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