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Jan Henning auf einer Bühne

Erfolg

»Einfach machen!« – Ein Experte zeigt, wie das Immo-Game zum Vermögensfundament wird

Immobilien genießen den Ruf, »Betongold« zu sein; sie gelten als inflationsgeschützte und somit krisensichere Vermögenswerte. Auch die fallenden Immobilienpreise und steigenden Zinsen vermochten es nicht, diesen Ruf nachhaltig ins Wanken zu bringen – denn wer das Immo-Game beherrscht, hat auch unter veränderten Marktbedingungen beste Aussichten auf finanziellen Erfolg, weiß der Immobilien-Investor und -Mentor Jan Henning. Wie es ihm selbst gelungen ist, im Business Fuß zu fassen und welchen Tipp er seinem »jüngeren Ich« heute geben würde, hat uns der Experte im Interview erzählt.

Herr Henning, vor rund 20 Jahren sind Sie ins Immobiliengeschäft eingestiegen; mittlerweile verfügen Sie über ein Portfolio im Wert von 31 Millionen Euro. Welche Faktoren waren für den Erfolg verantwortlich und kann das jeder schaffen?

Ein wesentlicher Faktor für den Erfolg war der Kauf meiner ersten Wohnung mit Anfang 20 – damals in Kassel! Die Grundlage für das, was am Ende entstand, war es, das Immo-Game und das Steuer-Game zu verstehen und zu erleben. Damals gab es keine YouTube-Videos, Influencer oder Ähnliches! Es gab ein Buch von Bodo Schäfer, wie man innerhalb von sieben Jahren finanziell frei wird. Zuerst Millionen, sonst gab es nichts, außer: Einfach machen!

Darüber hinaus unterstützen Sie als Mentor angehende Immobilieninvestoren. Warum haben Sie sich für diesen Weg entschieden?

Ich möchte meine Erfahrung, mein Netzwerk und mein Wissen teilen, denn ich weiß, wie grandios es ist, wenn man nicht mehr arbeiten muss, sondern nur noch arbeiten kann. Ein dreistelliges Immobilien-Portfolio aufzubauen, ist für jeden möglich. Wichtig ist es, die Lebenshaltungskosten sparsam wachsen zu lassen. Das heißt aber nicht, dass man nur Tütensuppen essen muss! Gleichzeitig ist es meine Aufgabe als Mentor, dafür zu sorgen, dass meine Mentees ihre Ziele auf dem Shorttrack mit der Abkürzung realisieren und nicht jeden Fehler selbst machen müssen. Diese können nämlich sehr hohe finanzielle Risiken mit sich bringen. Grundlage der Zusammenarbeit ist es, Ziele zu definieren und uns dann auf dem Weg zu machen. Mit welchen Erwartungen oder Befürchtungen kommen Ihre Klienten typischerweise zu Ihnen und wie realistisch sind diese? Einige haben schon Coaching und Seminare besucht, sind aber nie in die Umsetzung gekommen. Mein Ansatz ist es, den Mentee im »1 zu 1« in seiner jetzigen persönlichen Situation abzuholen und zu schauen, welche die Vorurteile, Ängste und Sorgen es gibt – beispielsweise hinsichtlich einer Investition in Zinshäuser oder in Mehrfamilienhäuser. Diese können wir reduzieren und danach an die erfolgreiche Umsetzung gehen. Auch ist es das Ziel, dass wir eigenkapitalschonend investieren, sodass wir den Kaufpreis plus X finanziert bekommen.

Was sind aus Ihrer Sicht die häufigsten Anfängerfehler in der Immobilienbranche – welche Fehler haben Sie selbst gemacht?

Der häufigste Fehler ist, nicht anzufangen und auf den perfekten Deal zu warten! Auf Social Media wird immer suggeriert, dass jeder die 110 Prozent finanziert bekommt. Und dann wird man selbst auf dem Weg zur Objektfindung frustriert, weil man feststellen muss, dass es diese Erfolgsgeschichten für einen selbst nicht zu finden sind. Die erste Einheit legt das Fundament für weitere Investments. Darüber hinaus ist es wichtig, sich einzugestehen, dass man auch mit 30 bis 40 Wohnungen noch nicht am Ende ist. Ich bin der Auffassung, dass jeder, der über ein mittleres Einkommen verfügt und keine Konsum-Kredite hat, sich über die Zeit von fünf bis zehn Jahren ein Portfolio von rund hundert Einheiten aufbauen kann. Wichtig dabei ist, einfach weiterzumachen und seine Ausgabenquote nicht zu früh stark zu erhöhen. Wenn ich mir etwas als Belohnung gönne, rechne ich immer das Invest gegen die Anzahl der Mieten. Zum Beispiel: Ein neues Auto kostet mich monatlich vier Monatsmieten meines Portfolios.

Welche aktuellen Herausforderungen sehen Sie, sowohl für Einsteiger als auch für erfahrene Investoren, auf dem Immobilienmarkt?

Das größte Risiko und die größte Herausforderung in Deutschland ist die Politik. Hier wird der Wert des Individuums und des Eigentums infrage gestellt und stattdessen eine Vergemeinschaftung von Eigentum gepusht. Statt die Eigenverantwortung und auch den positiven Egoismus immer wieder in den Fokus zu setzen, wäre ein Kulturwechsel in Deutschland nötig. Wenn jeder mehr Egoist wäre, bräuchte man weniger Staat und Umverteilung! Zudem haben wir ein heterogenen Immobilienmarkt in Deutschland. Das heißt, wir haben Regionen mit hohen Leerständen, mit geringen Quadratmeter-Preisen zum Erwerb – und gleichzeitig Metropolen, in denen Wohnraum kaum bezahlbar ist. Mein Ansatz wäre, den Menschen, die auf der Tasche des Staates leben, die aber auch in Deutschland noch keinen Beitrag geleistet haben, ein Wohnrecht in Metropolen zu verwehren. Wenn also ein Bürgergeld-Empfänger aus dem Ausland meint, in Frankfurt Mitte wohnen zu müssen, und gleichzeitig eine Familie versucht, mit Niedriglohn ihren Unterhalt zu finanzieren, ließe sich das von Seiten der Regierung und den Jobcentern besser lösen.

Wenn Sie heute Ihrem »früheren Ich« gegenüberstünden, was würden Sie ihm raten – und was hätte es sich durch einen Mentor wie Sie ersparen können?

Wenn ich mir selbst gegenüberstehen würde, würde ich mir raten, größere, krassere Ziele zu setzen. Das Ziel, mit 40 Jahren von drei oder vier Wohnungen leben zu können und Privatier zu sein, war Mangeldenken, war Geringverdiener-Denken! Hätte ich damals das Ziel gehabt, 40 Wohnungen bis 40 zu besetzen und davon leben zu können, wäre das definitiv erfolgreicher gewesen. Auch ich hatte einen Mentor, der zum Beispiel, nachdem ich knapp 30 Wohnungen im Besitz hatte und glaubte, nicht mehr weitermachen zu müssen, mir in den Hintern trat, damit ich doch investierte. Das ist der Grund, warum ich heute einen Bestand von etwas über 340 Einheiten habe, statt nur von 30. Eine Wohnung mit 6.000 Euro Miete zu erwerben, ist cool, zehn Wohnungen zu besitzen mit 60.000 Euro Miete ist schon sehr gut, aber lebensverändernd ist es wirklich, wenn man einen Bestand von hundert Einheiten hat, die 600.000 Euro an Miete erzielen werden. Deutschland ist das einzige bekannte Land, in dem wir aktuell so stark und gut finanzieren können, sodass wir den Aspekt des Leverage hier einfach für uns nutzen müssen!

Jan Henning beim WandernUnser Gesprächspartner: 

Jan Henning ist Mentor und Investor für Immobilien.

2004 kaufte er seine erste Wohnung – jetzt hält er über 221 Einheiten und ein Portfolio von 31 Millionen Euro.

Beitragsbilder: Paul Hoffmann

AS (L)

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