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Aus dem Magazin

Wertvolle Wasseruhren: Best of Verträge verhandeln

Als Jugendlicher habe ich mein Taschengeld dadurch aufgebessert, dass ich einmal im Jahr für zwei Wochen in unserem Dorf für die Gemeindewerke in den Haushalten die Wasseruhren abgelesen habe. Damals war an Digitalisierung noch nicht zu denken.

Für jede abgelesene Uhr gab es eine Mark. Wenn man den Hausbesitzer nicht antraf, musste man noch zweimal an zwei unterschiedlichen Tagen einen erneuten Versuch starten und durfte dann einen Zettel in den Briefkasten werfen, der den Besitzer anwies, seine Daten selber an die Gemeindewerke zu melden. Im Schnitt waren das zehn Prozent der Haushalte, verbunden mit viel administrativem Aufwand für die Gemeindewerke. Eine Mark war damals schon viel Geld. Und wenn man an eine Reihenhaussiedlung kam, in der jedes Haus gleich aufgebaut war und nicht erst lange nach der Wasseruhr geschaut werden musste, kam ein stolzer Stundensatz zusammen. Da die Ableseaktion aber nur einmal im Jahr stattfand, wollte ich sichergehen, das Maximum für mich herauszuholen und im zweiten Jahr teilte ich meinem Auftraggeber mit, dass ich nunmehr 1,10 Mark haben wolle. Der Blick meines weiblichen Gegenübers war schon einmal unbezahlbar.

Den gesamten Beitrag »Wertvolle Wasseruhren: Best of Verträge verhandeln« und weitere spannende Themen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des founders Magazins Nr. 84 -> LINK

Beitragsbild: Depositphotos / DTatiana

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