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Frauenanteil im MINT-Studium erreicht neuen Höchststand – Mehr Frauen in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik

Der Frauenanteil unter den Studienanfängerinnen und -anfängern im Bereich MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) in Deutschland hat im Studienjahr 2024 einen neuen Rekordwert erreicht. Laut Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) lag der Anteil der Frauen im ersten Fachsemester bei 36 Prozent und damit um rund fünf Prozentpunkte höher als vor zehn Jahren. Dies ist der höchste gemessene Wert seit Beginn der Erhebung.

Trotz dieses Anstiegs bleiben deutliche Unterschiede zwischen einzelnen MINT-Fächern bestehen: In Fachrichtungen wie Innenarchitektur lag der Anteil weiblicher Studierender mit 87 Prozent sehr hoch, während in technisch geprägten Fächern wie Fahrzeugtechnik nur rund zehn Prozent der Erstsemester Frauen waren.

Insgesamt sank die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger im MINT-Bereich über den langfristigen Zehnjahreszeitraum um fünf Prozent, stieg aber im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent. Der Anstieg bei den MINT-Studierenden war etwas stärker als der Gesamttrend bei allen Studienanfängerinnen und -anfängern.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt der Frauenanteil im MINT-Studium insgesamt weiterhin unter dem Durchschnitt aller Studienfächer: Insgesamt lag der Frauenanteil im ersten Fachsemester aller Studienrichtungen bei über 50 Prozent.

Fachleute sehen in dem Trend eine teilweise Erfolgsstory der Bemühungen um mehr Chancengleichheit, verweisen aber zugleich darauf, dass strukturelle und kulturelle Barrieren – etwa stereotype Rollenbilder und geringere Präsenz von Frauen in technischen Berufen – nach wie vor Hürden darstellen können. Internationale Vergleichsdaten zeigen zudem, dass Frauen in MINT-Abschlüssen und technischen Berufen oft deutlich unterrepräsentiert bleiben.

SK

Beitragsbild: IMAGO / Panama Pictures

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