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Aus dem Magazin

Das Start-up, in dem alle nicken, ist bereits tot

Ein Gastbeitrag von Dr. Peter Kreuz

Start-ups feiern Alignment, Kultur-Fit und Einigkeit. Klingt gut. Ist aber oft der schnellste Weg in die Mittelmäßigkeit. Warum Gründerteams lernen sollten, Widerspruch nicht zu vermeiden – sondern zu kultivieren.

Der schwerste Flugzeugunfall der Geschichte wurde nicht durch Technik verursacht, sondern durch Höflichkeit. 1977 kollidierten auf Teneriffa zwei vollbesetzte Jumbojets. 583 Menschen starben. Die Ursache war kein technischer Defekt. Der Co-Pilot hatte Zweifel, äußerte sie aber zu vorsichtig. Er deutete an, statt klar zu widersprechen. Der Kapitän startete trotzdem. Harmonie im Cockpit kann tödlich sein. In Start-ups nicht. Dort kostet sie »nur« Marktanteile, Talent und Zukunft.

Die gefährlichste Kultur ist die, in der alle nicken

Viele junge Unternehmen sind stolz auf ihre Kultur. Auf Alignment. Auf eine gemeinsame Vision. Auf ein Gründerteam, das »an einem Strang zieht«. Geschlossen. Positiv. Konstruktiv. Das klingt nach Stärke – ist aber oft nur Konfliktvermeidung. Wo alle einer Meinung sind, denkt keiner sehr viel. Dissens gilt als Störung. Als Reibungsverlust. Als unnötiges Drama. Man will schnell entscheiden, Momentum halten und Investoren Geschlossenheit zeigen. Also wird genickt. Also wird weich formuliert. Also sagt man: »Ich sehe das etwas anders, aber wir können das schon so machen.« Genau hier beginnt Mittelmaß.

Das gesamte Cover-Interview »Das Start-up, in dem alle nicken, ist bereits tot« und weitere spannende Themen finden Sie in der aktuellen Ausgabe des founders Magazins Nr. 88 -> LINK

 

Beitragsbild: Stefan Hohloch

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