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Meta-Plattform Threads startet weltweiten Werberollout

Der Social-Media-Konzern Meta hat angekündigt, sein Werbeangebot auf der Plattform Threads global auszuweiten. Nach ersten Testphasen in ausgewählten Ländern sollen nun Anzeigen in allen Märkten verfügbar werden, in denen Threads aktiv ist. Dieser Schritt öffnet eine weitere zentrale Meta-Plattform für Marken- und Performance-Werbung, die bislang vor allem auf Facebook, Instagram und Reels lief.

Die Einführung von Werbung auf Threads soll Unternehmen und Werbetreibenden ermöglichen, Nutzer direkt in den Gesprächs-Feeds anzusprechen. Anzeigen sollen ähnlich wie auf Instagram oder Facebook in den Chroniken der Nutzerinnen und Nutzer ausgespielt werden und sich an bestehenden Targeting- und Mess-Tools von Meta orientieren.

Meta begründet die Entscheidung mit dem schnellen Wachstum der Plattform und dem Wunsch, Werbekunden mehr Reichweite sowie Flexibilität zu bieten. Threads hatte sich seit seinem Start als Text- und Kurzform-Netzwerk etabliert und weist mittlerweile eine große globale Nutzerbasis auf, was Werbekunden attraktiven Zugang zu relevanten Zielgruppen verschafft.

Noch unklar bleibt, ob und wie sich der Format-Mix der Anzeigen von dem auf anderen Meta-Plattformen unterscheiden wird. Branchenexperten gehen davon aus, dass Meta vorerst auf bekannte Formate setzt, die sich an bewährten Anzeigen-Standards orientieren. Eine offensivere Integration von nutzergenerierten Inhalten als Werbeumfeld gilt als mögliches mittelfristiges Szenario.

Werbetreibende sehen in dem Schritt sowohl Chancen als auch Herausforderungen: Einerseits eröffnet sich ein zusätzlicher Kanal zur Ansprache jüngerer Zielgruppen, die Threads aktiv nutzen. Andererseits gilt es, Werbebotschaften so zu gestalten, dass sie in einem konversationsorientierten Umfeld nicht als störend empfunden werden.

Die Entscheidung fällt in eine Zeit, in der Meta insgesamt seine Monetarisierungsbasis weiter diversifizieren will – neben Social-Commerce, Reels-Ads und KI-basierten Shopping-Tools setzt das Unternehmen damit stärker auf schnell wachsende Kanäle jenseits von Instagram und Facebook.

SK

Bildbeitrag: Depositphotos / rafapress

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