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Amazon und Walmart von Startups herausgefordert

Indiens Quick-Commerce boomt: Zepto, Blinkit (Zomato) und Swiggy Instamart sind vom Nischen-Gimmick zum strategischen Kernmarkt gereift und drücken die Taktzahl. Amazon und die Walmart-Tochter Flipkart ziehen nach. Zielbild laut Bloomberg: den 10-Minuten-Handel zu einem 100-Milliarden-US-Dollar-Markt auszubauen.

Amazon testet in Indien 15-Minuten-Lieferungen (Grocery) und erweitert das Angebot stufenweise. Walmart/Flipkart investieren aggressiv in Schnellliefer-Formate mit Blick auf langfristigen Marktanteil, selbst wenn das kurzfristig die Margen bei Walmart International drückt.

Startups wie Zepto und Blinkit/Instamart halten dagegen und skalieren Kapital und Reichweite. Reuters berichtet, Zepto stehe vor einer Runde über 450 bis 500 Millionen US-Dollar bei rund sieben Milliarden. US-Dollar Bewertung. Blinkit/Instamart behaupten ihre Reichweite in Metropolen; der Kampf um App-Nutzung und Lieferzeit bleibt eng.

Der Boom speist sich aus dichten Metropolen, stark wachsenden Märkten rund um Grocery, FMCG sowie Apotheken-/Haushaltsartikel, bei zugleich hoher digitaler Zahlungsbereitschaft.

Bloomberg taxiert das Potenzial für 10-Minuten-Commerce auf 100 Milliarden US-Dollar und damit weit über dem heutigen Umsatzniveau. Profitabilität versus Wachstum bleibt jedoch heikel: Dark-Stores und die zugehörige Mikrologistik sind kapitalintensiv. Die Debatten um E-Commerce-Regeln, in denen die globalen Plattformen für flexiblere Modelle werben, verschieben das Spielfeld immer wieder.

Wenn Amazon/Flipkart in Indien die Unit Economics knacken, steigen auch hier die Erwartungen an 15-Minuten-Formate, zumindest in den Metropolen. Der Lebensmitteleinzelhandel, Drogerien und Lieferdienste müssten ihre Same-Day-Versprechen nachschärfen.

Beitragsbild: IMAGO / Dreamstime

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