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Diem: Was wurde aus Facebooks Kryptowährung?

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Diem: Was wurde aus Facebooks Kryptowährung?

Bereits 2019 hatte Facebook-CEO Mark Zuckerberg US-Politikern Pläne für eine eigene Kryptowährung mit dem Namen Libra angekündigt, die universal auf dem Weltmarkt einsetzbar sein sollte. Eine Umsetzung scheiterte zunächst, da wichtige Partner sich zurückzogen und es Datenschutzbedenken gab. Ganz dem Untergang geweiht war das Projekt aber nie. Ende 2020 erfolgte eine Wiederbelebung der Kryptowährung durch die von Facebook autonom agierende Diem Association mit dem neuen Namen Diem. Der Social-Media-Riese ist weiterhin ein wichtiger Partner der aus insgesamt 27 Unternehmen bestehenden Vereinigung. Wie Ethereum oder Bitcoin basiert auch der Diem auf der Blockchain-Technologie, soll jedoch im Gegensatz zu anderen Cyberwährungen als sogenannter Stablecoin eingesetzt werden, einer Kryptowährung, die im Wert weniger anfällig für Kursschwankungen ist.

Facebook treibt laut »Verge« indes mit Facebook-Pay die Einführung seines digitalen Zahlungssystems voran, in das Instagram, Messenger und WhatsApp involviert sind, und für das eine Ausweitung auf Plattformen von Drittanbietern wie beispielsweise Shopify geplant ist. Der Start soll im August erfolgen. Laut auf der Facebook Pay-Webseite zur Verfügung gestellten Informationen werde der Dienst neben bereits ausgewählten Ländern in weitere Apps und Länder eingeführt, um ihn im Laufe der Zeit mehr Menschen zugänglich zu machen. Möglich scheint, dass Facebook Pay Teil des zukünftigen digitalen Zahlungssystems mit der neuen Digitalwährung Diem wird. Angeblich soll ein Pilotprojekt des an den US-Dollar gekoppelten Diem noch in diesem Jahr starten. Er könnte dann auch von den anderen Partnerunternehmen der Diem Association, darunter auch Spotify und Uber, als Zahlungsmittel eingesetzt werden. Langfristiges Ziel der Diem Association ist der alltagstaugliche Einsatz des Diem als universales Zahlungsmittel auch außerhalb des Facebook-Kosmos, etwa an der Supermarktkasse. Weltweit herrscht ein großer Druck für den Einsatz von digitalen Währungen, wie sich an dem jüngst von der EU gestarteten Pilotprojekt zur Umsetzung des digitalen Euro in frühestens 2026 zeigt.

Bild: Depositphotos / niphon

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