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Fintech-Start-ups: Geldgeber werden vorsichtiger

Finanzen

Fintech-Start-ups: Geldgeber werden vorsichtiger

Der große Hype um Fintech-Start-ups ist vorbei, strauchelnde Unternehmen wie Klarna, die zunächst hoch bewertet wurden und dann abgestürzt sind, haben das Tempo der Branche gedrosselt. Dennoch ist das europäische Finanzierungsvolumen von 3,2 Milliarden Euro für Finanz-Start-ups im Vergleich zu den Vorjahren überraschend hoch, wenn auch niedriger als im gleichen Quartal 2021, da waren es noch 5 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt der französische Geldgeber Blackfin Tech laut einem Bericht auf der Onlineplattform »FinanceForward«. Im dritten Quartal wurden 176 Fintech-Deals abgeschlossen, im gleichen Zeitraum 2021 waren es 165 mit einem durchschnittlichen Volumen von 20,6 Millionen Euro (2021: 32,8 Millionen Euro).

Zwar verfügen die Wagniskapitalgeber noch über Kapital und profitieren vom positiven Investitionsklima im vorigen Jahr, aber allein das Wort Fintech reicht nicht mehr, um Investoren zu finden. So bevorzugen Geldgeber laut dem Bericht inzwischen B2B-Konzepte, die sich an Geschäftskunden statt an Endverbraucher richten, weil sie sich davon in der Rezession vorhersehbare Einnahmen versprechen. Nach den Entlassungswellen einiger namhafter Start-ups wie Klarna oder Trade Republic setzen Geldgeber für ihre Investitionen verstärkt auf strengere Ziele und schlankere Kostenapparate. Zudem hat sich das Tempo der Investitionsrunden verlangsamt.

MK

Bild: IMAGO / CHROMORANGE

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