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Bei diesem Start-up wird Karton zur Katzenresidenz

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Bei diesem Start-up wird Karton zur Katzenresidenz

Katzen lieben Karton – eine Eigenschaft, die sich ein österreichisches Start-up nun zunutze gemacht hat. Mit ihren individualisierbaren Katzenschlössern aus nachhaltigem Material möchte sie allerdings nicht nur den Stubentigern ein Zuhause geben, die schon lange als tierisches Familienmitglied geschätzt werden: Wie »DoPetMe« durch den Katzenhaus-Verkauf den Tierschutz fördern will und wieso es gerade die unterschiedlichen Fähigkeiten des Teams sind, welche die Stärken des Start-ups ausmachen, erklärt uns Gründerin Teresa Stockinger im Interview. 

Teresa, du hast – gemeinsam  mit deinen zwei Co-Foundern Marco und David – ein Start-up gegründet. Ihr entwerft und verkauft Katzenhäuser. Warum ist eure Wahl ausgerechnet auf dieses – doch eher ungewöhnliche – Produkt gefallen? 

Unser Start-up entstand aus einem persönlichen Bedürfnis als Katzenbesitzer. Wie jeder Katzenbesitzer aus eigener Erfahrung weiß, lieben die Stubentiger Karton und so haben sie auch bei uns die Versandschachteln diverser Bestellungen belagert. Wir wollten eine schönere, bessere und umfangreichere Alternative für unserer Lieblinge und haben aus Mangel an Angebot selbst eine entwickelt – das Katzenhaus aus Karton. 

Anbieter von Katzenhäusern gibt es viele. Wie wollt ihr euch von etablierten Marken abgrenzen?

Mit DoPetMe bieten wir eine umwelfreundliche Alternative zu etablierten Marken, deren Katzenhäuser meist aus Holz, Metall, Stoff und Klebstoff bestehen. Die Materialien sind nicht mehr trennbar und landen somit im Sondermüll. Unser Produkt wird im Gegensatz dazu am Ende des Lebenszyklus zu neuem Papier oder Karton recycelt. Zusätzlich ist unser Produkt modular und erweiterbar dies bedeutet, dass man die Katzenschlösser an die Bedürfnisse der eignen vier Wände und der der eigenen Fantasie anpassen kann. 

Der Erlös soll – zumindest teilweise – dem Tierschutz zugutekommen. Kannst du genauer erläutern, wie ihr Tierheime und Vereine unterstützt? 

Mit jedem verkauften Produkt werden mindestens fünf Prozent des Verkaufspreises gespendet. Der gesammelte Betrag wird am Ende des Jahres fair auf alle unsere Partner aufgeteilt. 

Wir unterstützen unsere Partner-Tierheime aber auch auf andere Weise. Jedes Tierheim erhält zu Beginn der Partnerschaft ein Katzenschloss kostenlos zugesendet und wird von uns bei Bedarf mit Adoptionsmappen jederzeit und unbegrenzt versorgt. 

Zusätzlich arbeiten wir mit »FindUs« zusammen, eine App die Tierheim-Tiere vermittelt, um den Tierheimen mehr Aufmerksamkeit und den Tieren schneller ein neues Zuhause zu verschaffen.

Euer Gründerteam setzt sich aus Menschen mit verschiedenen fachlichen Schwerpunkten und – so scheint es zumindest – Interessen zusammen und doch gibt es eine Gemeinsamkeit: Jeder von euch ist Katzenbesitzer. Sind es mehr die Gemeinsamkeiten oder die Unterschiede, die euch gut zusammenarbeiten lassen? 

Die Vielfalt unserer Fähigkeiten und Interessen ist von großer Bedeutung für den Erfolg unseres Start-ups. Jedes Teammitglied bringt einzigartige Perspektiven und Fachkenntnisse mit, die uns helfen, Herausforderungen aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten und innovative Lösungen zu entwickeln. 

Indem wir unsere individuellen Stärken nutzen und gleichzeitig unserem gemeinsamen Ziel treu bleiben, können wir Synergien schaffen und das volle Potenzial unseres Start-ups ausschöpfen. Wir sind fest davon überzeugt, dass die Kombination aus unterschiedlichen Fähigkeiten und dem gemeinsamen Fokus auf das Wohl der Tiere uns ermöglichen wird, erfolgreich zu sein und einen positiven Einfluss auf das Leben von Katzen und anderen Tieren auszuüben.

Laut der Plattform »Statista« war im Jahr 2022 fast jeder zweite Deutsche Haustierbesitzer. Gute Zeiten also, um im Bereich »Heimtierbedarf« Fuß zu fassen? Wohin entwickelt sich deiner Einschätzung nach die Branche, welche Trends gibt es und welchen Herausforderungen müssen sich Produzenten von Tierbedarf in den nächsten Jahren stellen? 

Die Bedeutung von Haustieren und dem Heimtierbedarf in unserem Leben wird zweifellos weiterhin groß sein. In einer Zeit, in der Menschen immer gestresster und psychisch belasteter sind, spielen Haustiere eine wichtige Rolle als stille Zuhörer und Stressbewältigungspartner. Insbesondere Katzen können ihren Besitzern dabei helfen, Stress abzubauen und emotionalen Beistand zu leisten.

Ein zentraler Trend in der Branche ist die zunehmende Fokussierung auf das Wohlbefinden und die Gesundheit der Haustiere. Immer mehr Tierbesitzer sind bereit, in hochwertige Produkte zu investieren, die das Wohlbefinden ihrer Tiere unterstützen. Eine Studie von Forschenden an der Universität Utrecht hat ergeben, dass das Material Karton Katzen effektiv beim Stressabbau und der Regeneration hilft. Daraus folgt: Katzen, die sich öfter in Kartons setzen, sind tendenziell gesünder.

Ein weiterer Trend ist die Nachhaltigkeit. Immer mehr Tierbesitzer legen Wert auf umweltfreundliche und ethisch verantwortungsbewusste Produkte. Produzenten von Tierbedarf müssen sich daher mit nachhaltigen Materialien, ressourcenschonender Produktion und umweltfreundlicher Verpackung auseinandersetzen. Mit einer Kartonverpackung, einem umweltfreundlichen Produkt und der Produktion in Europa liegen wir hier voll im Trend. 


Unsere Gesprächspartnerin:

Teresa Stockinger ist eine von drei Gründern des Start-ups DoPetMe. Mit diesem Unternehmen, das Katzenhäuser produziert und vertreibt, setzt sie sich so für Nachhaltigkeit und Tierschutz ein.

Beitragsbild: Juliane Kerschberger

AS



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