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Meta verschiebt Europa-Start der Smartglasses wegen hoher US-Nachfrage

Der US-Technologiekonzern Meta hat den geplanten Markteintritt seiner neuesten Hightech-Brille »Ray-Ban Display« in Europa verschoben und damit die ursprünglich für Anfang 2026 vorgesehenen Starts in Frankreich, Großbritannien, Italien und Kanada zurückgestellt. Meta begründet die Verzögerung mit einer „beispiellosen Nachfrage“ in den Vereinigten Staaten, wo bestehende Lagerbestände angesichts stark überzeichneter Wartelisten priorisiert bedient werden müssten. »Seit der Markteinführung im vergangenen Herbst haben wir ein überwältigendes Interesse festgestellt, sodass die Wartelisten für das Produkt nun bis weit ins Jahr 2026 reichen«, schrieb Meta-Kommunikationsmanagerin Lisa Brown Jaloza in einem Blogbeitrag.

Die smarten Brillen, die in Zusammenarbeit mit dem französisch-italienischen Brillenkonzern EssilorLuxottica entwickelt wurden und Funktionen wie Foto- und Videoaufnahme, Medienwiedergabe und KI-Assistenten-Integration bieten sollen, waren als Vorreiter im Segment erweiterter Realität (AR) und tragbarer KI-Technologie angekündigt worden. Meta hatte gehofft, mit dem Modell internationale Märkte gleichzeitig bedienen zu können, sieht sich aber nun gezwungen, die internationale Expansion vorübergehend auszusetzen, um zunächst die hohe Nachfrage im Heimatmarkt zu befriedigen.

Marktbeobachter interpretieren die Entscheidung als ein Signal dafür, wie stark der Bereich tragbarer intelligenter Geräte wächst, zugleich aber auch als Hinweis auf Produktions- und Lieferkettenengpässe, die selbst große Technologieunternehmen vor Herausforderungen stellen. Der europäische Markt, in dem Verbraucher und Regulierungsbehörden hohe Anforderungen an Datenschutz und Sicherheit stellen, muss sich nun länger gedulden. Ein neuer konkreter Zeitpunkt für den Europa-Start der Brille wurde bislang nicht genannt. Ergänzend zu dieser Verzögerung zeigt sich, dass internationale Tech-Konzerne wie Meta ihre strategischen Prioritäten verstärkt auf gesättigte Heimatmärkte ausrichten, bevor sie in globalen Rollouts fortschreiten.

SK

Beitragsbild: IMAGO / Levine-Roberts

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