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Döner-Franchise setzt auf Wachstum — Konkurrenz für Fast-Food-Ketten?

Das Döner-Franchise Mangal × LP10, an dem Fußballweltmeister Lukas Podolski beteiligt ist, verfolgt ambitionierte Expansionspläne und will seine Präsenz über Deutschland hinaus deutlich ausbauen. Ziel ist es, das bislang stark fragmentierte Dönergeschäft stärker zu standardisieren und als Franchise-System zu organisieren.

Der Döner zählt zu den meistverkauften Fast-Food-Produkten Europas, wird jedoch überwiegend von unabhängigen Einzelbetrieben angeboten. Eine international dominierende Marke existiert bislang nicht. Genau hier setzt das Konzept an: Durch einheitliche Abläufe, zentralisierte Beschaffung und klar definierte Markenstandards soll ein skalierbares Gastronomie-Netzwerk entstehen.

Wettbewerb mit etablierten Systemgastronomen

Langfristig sieht das Unternehmen Potenzial, auch mit großen Fast-Food-Ketten zu konkurrieren. Branchenexperten weisen jedoch darauf hin, dass der Aufbau einer globalen Systemgastronomie erhebliche Investitionen, stabile Lieferketten und langfristige Standortstrategien erfordert. Marktführer wie McDonald’s oder KFC verfügen über jahrzehntelange Erfahrung und enorme finanzielle Ressourcen.

Der Erfolg hängt daher weniger vom Produkt selbst als von operativer Umsetzung und Kapitalstärke ab. Viele Gastronomiekonzepte scheitern bei internationaler Expansion an Logistik, Qualitätssicherung oder regionalen Marktunterschieden.

Prominente Beteiligung als Marketingfaktor

Die Beteiligung von Lukas Podolski sorgt für hohe Aufmerksamkeit und erleichtert den Markteintritt in einigen Ländern. Gleichzeitig bleibt abzuwarten, ob sich die Marke langfristig unabhängig vom Prominentenstatus etablieren kann.

Chancen und Risiken des Konzepts

Ethnische Küche hat in der Vergangenheit mehrfach den Sprung in die globale Systemgastronomie geschafft — etwa Pizza oder Tex-Mex. Ob sich der Döner in ähnlicher Weise standardisieren lässt, gilt jedoch als offen.

Insgesamt steht das Projekt exemplarisch für einen Trend, bei dem traditionelle Street-Food-Produkte industrialisiert und als Franchise-System vermarktet werden. Ob daraus tatsächlich ein globaler Konkurrent für etablierte Fast-Food-Konzerne entsteht, hängt entscheidend von Expansionstempo, Finanzierung und operativer Stabilität ab.

SK

Beitragsbild: Depositphotos / ricochet69

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