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Martin Limbeck: Kleider machen Leute

Bestimmt haben Sie mitbekommen, was aktuell durch die Presse und die sozialen Medien ging: Der Discounter Lidl hat Mitte September seine eigene Modekollektion gelauncht. Schuhe und Bekleidung hatte Lidl zwar schon öfter im Angebot, doch noch nie als eigene Marke. Von der Kappe bis zum Sneaker – alles prominent mit dem Unternehmenslogo versehen und in den nicht gerade unauffälligen CI-Farben gelb, rot und blau gehalten.

Auf den ersten Blick fand ich die Idee ganz schön schräg. Ich meine, wer möchte denn freiwillig als Werbebanner für den Discounter rumlaufen? Natürlich ist der Gedanke dahinter nicht neu. Der Trend Firmenlogos übergroß auf T-Shirts, Hoodies und Co. zu drucken, kommt und geht immer mal wieder. Und wenn es Firmen wie Versace, Calvin Klein und Co. sind, ziehen die Kunden auch nur zu gerne mit – und an. Louis Vuitton präsentierte im Jahr 1896 erstmals Koffer mit dem heute weltbekannten und charakteristischen Muster aus Logo und stilisierten Blüten, dem Toile Monogram. Ursprünglich als Markenzeichen und Schutz vor Nachahmern gedacht, ist das Design heute eines der meistkopiertesten Objekte der Welt.

Deine Kleidung sagt, wer du bist und was du arbeitest

Warum ich Ihnen das erzähle? Weil Sie sich als Unternehmer davon etwas abschauen können. Kleider machen Leute – das Sprichwort kommt nicht von ungefähr. In vielen Branchen gibt es eine charakteristische Berufsbekleidung. Zum einen, weil sie als Schutz- und Arbeitsausrüstung vorgeschrieben ist. Zum anderen hilft sie jedoch auch dabei, jemanden direkt als Zugehörigen eines bestimmten Berufstandes und damit als potenziellen Ansprechpartner zu identifizieren. Denken Sie mal an den weißen Kittel im Krankenhaus oder in der Arztpraxis, die Outfits von Flugbegleitern in den jeweiligen CI-Farben der Airline oder auch die meistens orangefarbene Arbeitsjacke von Bauarbeitern. Als Kunde wissen Sie da sofort, an wen Sie sich wenden müssen.

Mal abgesehen von Banken und Versicherungen herrscht heute in vielen Branchen eine deutlich lockerere Kleiderwahl als noch vor einigen Jahren. An sich finde ich das nicht schlecht. Wenn ich Kundentermine habe, passe ich mich natürlich den Gepflogenheiten der jeweiligen Branche an und werfe mich auch in Anzughose, Hemd und Jackett. Doch an meinen Office-Tagen trage ich auch gerne mal etwas legere Klamotten. Für mich völlig selbstverständlich, dass das dann auch für meine Leute gilt.

Den gesamten Artikel: „Kleider machen Leute“ von Martin Limbeck, finden Sie in der aktuellen Ausgabe vom founders Magazin Nr. 18 -> LINK

Bildquelle: depositphotos.com/Casimiro_PT

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