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Gap schließt sich nicht: Vier von fünf Gründern sind Männer

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Gap schließt sich nicht: Vier von fünf Gründern sind Männer

In Deutschland werden Start-ups nach wie vor überwiegend von Männern gegründet. Einer aktuellen Studie zufolge ist in gut vier von fünf Fällen ein Mann die gründende Person. Der Anteil von Frauen unter den Start-up-Gründenden liegt lediglich bei 19 Prozent und ist im vergangenen Jahr sogar leicht zurückgegangen. Dies ergab eine Befragung des Startup-Verbands unter 1.800 Start-up-Unternehmern und 1.000 Studierenden im Auftrag der Bertelsmann Stiftung.

Die Studie benennt mehrere Ursachen für den niedrigen Frauenanteil, die bereits in frühen Lebensphasen zu finden sind. Fehlende Vorbilder und gesellschaftliche Stereotype wirken sich hemmend aus. Zudem stehen viele Frauen vor der Herausforderung, Familie und Unternehmertum zu vereinbaren. Da sie nach wie vor den Großteil der Care-Arbeit übernehmen, fallen Familiengründung und Unternehmensgründung häufig in dieselbe Lebensphase, was den Schritt in die Selbstständigkeit erschwert.

Der sogenannte Gender-Gap hat auch mit tradierten Rollenbildern zu tun, die die Karriereentscheidungen junger Menschen beeinflussen. Während rund zwei Drittel der männlichen Start-up-Gründer bereits in ihrer Jugend oder während des Studiums eine Unternehmensgründung in Betracht ziehen, erfolgt dieser Entschluss bei Frauen meist erst später.

MK

Bild: Depositphotos / PeopleImages

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