Schon kurz nach dem Start gibt es jedoch Kritik: Zahlreiche Inhalte ähneln stark den Originalartikeln von Wikipedia, teilweise nahezu wortgleich. Beobachter werfen Musk vor, Inhalte übernommen zu haben, ohne die Transparenz- und Lizenzbedingungen offenzulegen. Zudem warnen Experten, dass ein rein KI-basiertes System anfällig für systematische Fehler oder ideologische Verzerrungen sein könne, insbesondere, wenn redaktionelle Kontrolle fehle.
Musk selbst sieht Grokipedia als Teil seiner Vision, Informationszugang stärker durch Künstliche Intelligenz zu steuern und weniger durch menschliche Moderation. Ob sich das Projekt gegen den etablierten Open-Source-Charakter von Wikipedia behaupten kann, bleibt offen. Sicher ist: Mit Grokipedia greift Musk einmal mehr in ein Feld ein, das bislang als weitgehend gemeinwohlorientiert galt und verschiebt erneut die Grenzen zwischen Technologie, Meinung und Wahrheit.
SK
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