„Mensch, toll wie du das alles aufgezogen hast! Ich spiele ja auch mit dem Gedanken, mich selbstständig zu machen … Ich habe da eine Spitzenidee. Das wird laufen wie geschnitten Brot!“
Warum keiner will, dass du nach oben kommst. Cover: Redline Verlag
Gespräche wie diese habe ich in den vergangenen Jahren unzählige geführt. Was aus den genialen Ideen geworden ist? In vielen Fällen überhaupt nichts. Weil Gründen eben nicht so einfach ist, wie es auf den ersten Blick aussieht. Klar ist der Gedanke verführerisch, Herr über seine eigene Zeit zu sein und an etwas zu arbeiten, dass dir wirklich Spaß macht. Der Haken an der Sache: Die Chance, dass Sie mit Ihrer Idee der Einzige sind, ist in Zeiten der Digitalisierung drastisch gesunken. Und natürlich ist es auch ein Sprung ins kalte Wasser: Raus aus dem Komfort der Anstellung, rein ins volle Risiko. Doch ich kann nur sagen: Es lohnt sich! Vorausgesetzt, Sie legen nicht einfach blind los, sondern prüfen Ihre Idee erst mal auf Herz und Nieren.
Stichwort Begeisterung und mentale Stärke: Sind Sie in der Lage, sich selbst immer wieder neu zu motivieren? Nach einem erfolgreichen Tag ist es leicht, am nächsten Morgen aufzustehen mit einem Gefühl, die Welt erobern zu wollen. Doch wie sieht es nach einem Tag aus, der alles andere als optimal gelaufen ist? Nur wer dann trotzdem bereit ist weiterzumachen, wird am Ende erfolgreich sein. Frei nach dem Motto: aufstehen, Hose abklopfen, nochmal probieren. Um zu prüfen, wie es um Ihre innere Einstellung bestellt ist, rate ich Ihnen zur sogenannten „Bettkantenübung“. Fragen Sie sich eine Woche lang jeden Morgen, direkt nach dem Wachwerden und wenn Sie gerade auf der Bettkante sitzen: Habe ich auf das, was ich heute machen werde, noch genauso viel Lust wie gestern? Wenn Sie sich diese Frage mehr als dreimal mit einem Nein beantworten, läuft etwas gehörig schief.
Denken Sie immer daran: Erfolg ist kein Glücksspiel, sondern das Resultat von Disziplin, Fleiß und harter Arbeit.
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