Mitarbeiterakquise-Unternehmer, da drängt sich das Bild des unnahbar- humorlosen Personalers reiferen Alters vor das geistige Auge. Nichts könnte weniger auf Philip Mooshammer und seine „SAINT MEDIA“-Agentur zutreffen. Zum einen, weil der gutgelaunte Jungunternehmer gerade mal 19 Jahre alt ist und zum zweiten, weil er durch die altersmäßige Nähe zu den gesuchten Fachkräften genau weiß, wie und wo er sie ansprechen kann.
Warum er das Risiko auf sich nahm? „Mir war klar, ich will nie den Wert meiner Zeit bestimmen lassen, wie es in einem Angestelltenverhältnis der Fall ist. Ich wollte unbedingt die Erfolge und Niederlagen erleben, weil mir alles andere zu langweilig geworden wäre.“ Dafür muss er einiges tun: „Ich habe mir viel selbst beigebracht, aber das Expertenwissen ist den diversen Mentorings zu verdanken, die ich besucht habe. Außerdem fahre ich regelmäßig auf Masterminds, um mich mit anderen Agen- turen auszutauschen.“ Sein Erfolg: „Noch im selben Schuljahr verdiente ich fünf- stellig, was sich auch auf die Schulleistung auswirkte.“
Im Frühjahr brach er sämtliche Kunden- beziehungen ab, um sich voll auf seine Maturaprüfungen konzentrieren zu können. Danach war viel Akquise-Arbeit nötig, um einen neuen Kundenstamm aufzubauen. Allerdings nutzte Philip diesen Neuanfang, um sein Geschäftsmodell neu aufzusetzen: Personalwerbung statt Produktwerbung, klare Prozesse statt ausufernder Bandbreite und eine einzige Nische, die Baubranche. Derzeit arbeitet er mit mehreren Unter- nehmen im Bereich Metall-, Holz- und Glasbau zusammen und betreibt Mitarbei- terakquise für sie. Dazu startet er Facebook- und Instagram-Kampagnen, mit dem Ziel, alle freien Posten zu besetzen.
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