Hierbei gibt es keinen Platz mehr für alte Rollenbilder. Wo man damals noch der Meinung war, dass Frauen nur mit männlichen Attributen wie zum Beispiel Durchsetzungskraft, Dominanz und Autorität erfolgreich werden, sind heutzutage mehr denn je die weiblichen Merkmale gefordert.
Doch da sich die männlichen und weiblichen Eigenschaften immer mehr aneinander angepasst haben, ist es gar nicht mehr so einfach herauszufiltern, was nun Frauen als Unternehmerinnen ausmacht. Man sollte es auch durchaus etwas differenzierter betrachten, da es Männern gut tun würde ein paar mehr weibliche Eigenschaften in ihren Alltag zu integrieren, da sie häufig an einem sehr hohen Leistungsdruck leiden und Frauen würden in manchen Situationen gut daran tun, ihren ureigenen maskulinen Anteil mehr zu Leben, um schneller Entscheidungen zu treffen, auch mal ein höheres Risiko einzugehen und souveräner mit Rückschlägen umzugehen. Das sind natürlich nur Beispiele aus der Komplexität von Maskulinität und Femininität, doch wir vereinen beides in uns, und beides darf gelebt werden.
Frauen haben häufiger personenorientierte und seltener aufgabenorientierte Füh- rungsmerkmale. Sie bauen ihr Unterneh- men gerne im Team auf und sind seltener Einzelkämpfer. Sie sind ausgleichend, loyal, besonnen und intuitiv. Das heißt natürlich nicht, dass ein Mann diese Eigenschaften nicht haben könnte. Wie gesagt, hier gleichen sich die Geschlechter mittler- weile an. Mein Anliegen besteht darin, dass Frauen sich wieder ihren weiblichen Qualitäten bewusster werden, diese gezielt einsetzen, um dadurch in ihre Kraft zurückzukommen. Als Veranstalterin von großen Frauenkongressen erlebe ich immer wieder eine große Orientierungslosigkeit bei meinen Teilnehmerinnen, wie Sie nun optimal agieren sollen.
Bildquelle: imago images / Future Flash