Ich versuche abzunehmen, ich versuche mehr Sport zu machen, ich versuche mehr Geld zu verdienen, ich versuche erfolgreicher zu sein. i- vergiss es! Wer etwas nur versuchen will, lässt sich immer eine Hintertür auf. Wenn er aufgibt oder scheitert, dann hat er es ja nur versucht. Auf dem Weg zum Erfolg steht an allererster Stelle eine Entscheidung, die Entscheidung wirklich erfolgreich zu werden.
Du kannst dich einige Zeit mit deinen Träumen und Zielen beschäftigen, doch irgendwann ist einmal genug geplant und geträumt. Dann gilt es ins Handeln zu kommen. Gerade wir Deutschen streben immer die Perfektion an. Doch Perfektion ist schlussendlich, immer nur eine Ausrede nicht ins Handeln zu kommen. Wenn du beispielsweise ein Buch schreiben willst: du wirst das Buch nie zu Ende schreiben, wenn du nicht irgendwann einen Kompromiss eingehst und es einfach beim Verlag abgibst. Das perfekte Buch ist das Buch, was noch nie abgegeben wurde.
Das aktuelle Sportstudio hat vor einigen Jahren ein Interview mit dem Schwimm-Weltmeister Mark Warnecke veröffentlicht. Mark hatte in seiner aktiven Zeit nahezu alle nationalen und internationalen Titel gewonnen, nach einer Pause wollte er es noch einmal wissen. Er wollte sich noch einmal für die Weltmeisterschaft qualifizieren. In dem Interview berichtete er, dass er die Entscheidung am 21. Dezember traf. Der Moderator hinterfragte das Datum. Kurz vor Weihnachten? Das heißt Training, Diät, auf das leckere Weihnachtsmahl verzichten und auch die Zeit mit den Freunden und Familie auf B-Priorität verschieben Mark Warnecke nickte, für ihn, in seiner Welt war diese Entscheidung völlig normal. Er wollte noch einmal antreten. Triff eine Entscheidung, egal wie die Umstände sind.
Bist du schon mal einen Marathon gelaufen? Wie läuft man einen Marathon, 42 km? Indem du erstens eine Entscheidung triffst, zweitens dafür mit aller Konsequenz trainierst und drittens den Marathon auch wirklich durchläufst. Auf den 42 km gibt es immer wieder die Gelegenheit abzukürzen, den nächsten Bus, die nächste U-Bahn, das nächste Taxi zu nehmen, zurück nach Hause, ins Hotel unter die warme Dusche und wenn es nicht der komplette Abbruch ist, dann zumindest an den Verpflegungsstationen ein paar Meter zu gehen. Doch ich warne dich, ich weiß, wovon ich spreche: du darfst nicht beginnen zu gehen. Du kannst so langsam laufen, wie du willst, doch du darfst niemals anfangen zu gehen. Wenn du einmal damit beginnst, wird es bei jeder Verpflegungsstation einfacher zu gehen, länger zu gehen. Don´t walk! Triff eine Entscheidung und zieh sie durch.
Autor:
Bildquelle: Dirk Kreuter