Das innovativste Produkt, die beste Technologie – sie nützen wenig, wenn die Glaubwürdigkeit fehlt. Denn je digitaler und automatisierter ein Business wird, desto generischer erscheint es. Und die Folgen dieser Entwicklung können gravierend sein. »Qualität ist, wenn die Kunden zurückkommen und nicht die Ware«, soll Hermann Tietz, Kaufmann und Namensgeber von »Hertie«, bereits im 20. Jahrhundert gesagt haben. Ein Satz, der heute aktueller ist, denn je. Denn immer mehr zeigt sich, dass nicht die technische Raffinesse selbst den Unterschied macht, sondern die zugrundeliegenden Beziehungen. Das wissen auch Stanis Zichler und Zeljko Cikojevic. Als Unternehmer kennen sie die Mechanismen, die Marken erfolgreich machen. Jetzt haben sie ein neues Projekt gestartet: Es geht um nichts weniger als den Aufbau einer internationalen Bewegung, bei der die Gemeinschaft im Mittelpunkt steht. Was ihre Community von anderen unterscheidet, haben sie im Cover-Interview erzählt.
Auch die weiteren Beiträge in dieser Ausgabe fokussieren sich auf den Wert der zwischenmenschlichen Kommunikation: So hinterfragt Timo Sven Bauer den Begriff der »Manipulation«. Warum dieser seiner Ansicht nach oft missverstanden wird, erörtert der Verkaufstrainer in seinem Gastbeitrag. Um Verhandlungen geht es auch in der Kolumne von Prof. Dr. Jörg Kupjetz: In seinem aktuellen Text zeigt er, wie ein einfaches Gespräch oft zu einem Resultat führen kann, von dem beide Seiten profitieren. Wertschätzung schlägt Vollkommenheit! Das gilt für Gespräche unter Geschäftsleuten ebenso wie für die Haltung, die Unternehmer ihren Kunden entgegenbringen: So sehen es jedenfalls Dr. Oliver Pott und Jan Bargfrede. Im Auszug ihres Buches erläutern sie, weshalb höchste Qualität nicht mit Perfektion gleichzusetzen ist – und welche Wahrheit sich hinter dem Ausspruch »Benefit vor Feature!« verbirgt.