Grundsätzlich kann man dabei wirklich bei Punkt Null anfangen. Ich bin in meiner Lehre als Industriemechaniker das erste Mal in Kontakt mit der Börse gekommen und habe mir mein Wissen durch eigene Recherche, Austausch mit anderen und durch das Lesen von Finanzbüchern angeeignet. Fehlinvestments haben sich nicht nur als Lehrgeld erwiesen, sondern waren unter anderem meine wertvollste Börsen-Erfahrung. Das zeigt mir, dass man nicht unbedingt eine Ausbildung oder ein Studium dazu abgeschlossen haben muss, um erfolgreich auf dem Finanzmarkt zu sein oder ein Unternehmen zu gründen.
Ja, das Anlegerverhalten hat sich dadurch tatsächlich etwas verändert, sowohl positiv als auch negativ. Als erstes kann man natürlich auch mit kleinen Beträgen investieren, dass sie hoch sein müssen, empfinde ich als falsches Bild zu Investments. Die modernen Tech-Lösungen sind natürlich in der heutigen Zeit optimal für Anfänger, um an der Börse Fuß zu fassen. Es spart viel Zeit und Emotionen, und die Menschen müssen dafür kaum noch denken, weil Vieles automatisch passiert. Die negative Seite der modernen Tech-Lösungen ist natürlich genau das Gegenteil. Viele Leute glauben, mit wenig Geld Vermögen aufbauen zu können, aber sie lernen nicht viel über die Börse, wissen nicht, wie der Handel funktioniert und überschätzen sich und den Markt.
Das hat einige simple Gründe. Zum einen hat man in jungen Jahren mehr Zeit, sich mit der Börse zu beschäftigen und man kann langfristig für die Zukunft planen, denn im Alter wollen schließlich alle sorgenfrei leben. Zum anderen weiß ich aus Gesprächen mit meinen älteren Klienten – sie alle hätten gern in jungen Jahren mit der Börse angefangen, denn Eines ist klar: die Rente wird später alleine nicht reichen. Aus dem Grund ist es mir wichtig und auch mein langfristiges Ziel, vielen Menschen dabei zu helfen, Vertrauen zur Börse zu gewinnen, damit sie so früh wie möglich damit beginnen, zu investieren.
Absolut korrekt! Ich selbst kann es jedem Gründer nur empfehlen, sich darüber Gedanken zu machen – für beide Seiten, also privat und für das eigene Unternehmen, vorzusorgen. Ich selbst mache es ähnlich wie mit einem strukturierten Kontenmodell, um eine optimale Übersicht über meine Finanzen zu haben und zu wissen, wie viel ich investieren oder anlegen kann. Ich persönlich würde jedem ein sogenanntes Dividendenziel ans Herz legen, um davon in Zukunft privat leben zu können und gleichzeitig auch mehr in das eigene Unternehmen zu investieren. Wichtig ist dabei nur eine Sache: dass man sich Hilfe holt, wenn man nicht weiß, wie und wo man anfangen sollte.
Ich vermittle den Menschen gerade in meinem Mentoring das Wort »Geduld« und richte ihren Fokus auf die Worte »Du und Geld«. Natürlich sollte man auch im Hier und Jetzt leben und nicht auf alles verzichten. Deshalb rate ich Klienten, sich die Frage zu stellen, was sie tun würden, wenn Geld und Zeit keine Rolle spielen würden. Je eher man damit anfängt, sich mit der Börse zu beschäftigen, desto schneller kann man sein gesetztes Ziel erreichen, zum Beispiel Vermögensaufbau mit dem Zinseszinseffekt. Wer allerdings keine Lust hat, sich damit zu beschäftigen, der sollte einen bestimmten Betrag monatlich in einen guten ETF oder Aktiensparplan investieren.
MK