Chinesen verhandeln anders als Deutsche. Was bedeutet „Verhandeln“ für Chinesen und welche Strategien und Taktiken verwenden sie?
„Das Leben ist ein ständiger Verhandlungsprozess: Durch geschicktes Verhandeln bekommt man, was man will.“
Liu Birong verwendet als Metapher für Verhandlungen die „Peking-Oper“. Mit anderen Worten: Verhandlungen können wie die Inszenierung eines Theaterstückes angesehen werden. So hat jede der Rollen in der Oper nach einer festgelegten Regie von Bewegung, Text und Gesang zu agieren.
Dasselbe gilt auch für eine Verhandlungs-„Szene“. Eine Verhandlung ist normalerweise ein langer Prozess, der mit vielen Anstrengungen, Kosten und großem Zeitaufwand an Zeit verbunden ist. Ohne gute Planung und Vorbereitung der Verhandlungen kommt es oft zu Fehlern, die für beide Seiten teuer sein können.
Schwierigkeiten in der Kommunikation ergeben sich oft dadurch, dass eine Seite direkter Probleme anspricht (die Deutschen), die andere Seite eher indirekter (die Chinesen). Auch dieser indirekte Kommunikationsstil erfordert mehr Zeit. Die Harmonie zwischenmenschlicher Beziehungen hat für Chinesen absolute Priorität.
Bilder: Depositphotos.com/imtmphoto, privat (2x)