Kopfhörer, die ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz live in 37 Sprachen übersetzen – damit hat die Marke Mymanu, benannt nach dem Selfmade-Entrepreneur Danny Manu, zuletzt in Großbritannien auf sich aufmerksam gemacht. Nun will der Gründer gemeinsam mit einem namhaften deutschen Tech-Unternehmen seine Ideen auch in Deutschland vorantreiben.
Wer hat es nicht schon erlebt? Ob im Job oder im Urlaub: Spricht man nicht dieselbe Sprache, wird es nicht nur sprichwörtlich kompliziert. Klar, Englisch ist häufig eine Alternative. Doch in mancher Region der Erde oder auch wenn es sich um komplexere Themen handelt, hilft das nicht weiter.
Der 33-jährige Londoner Danny Manu hat den weltweiten Kommunikationsbarrieren mit seinen neuesten kabellosen Earbuds namens »CLIK S« – die in Echtzeit 37 Sprachen übersetzen können – den Kampf angesagt. Neben dem Grundkanon des okzidentalen Sprachraums zählen mit Bahasa, Mandarin oder Thai auch Sprachen dazu, die vor allem in der westlichen Welt kaum beherrscht werden. Die Vision, die dahintersteckt, ist es, den Raum für interkulturelle Interaktion zu erweitern und aufzubrechen. Nachdem der Tourismus, die Arbeitswelt und der Warenverkehr längst globalisiert sind, scheint sich nun auch das Sprachuniversum in dem kleinen, ästhetisch anspruchsvollen Audio-Gadget von Mymanu Stück für Stück zu vereinen.
Wie in seiner Musik suchte Danny Manu nach seinen ersten Erfahrungen auch im Ingenieurswesen die Freiheit, etwas Eigenes zu kreieren. Mit dem Lebensmittelpunkt im Melting Pot London und einer Kindheit in Ghana – einem Land, wo allein 79 Sprachen gesprochen werden – kam ihm 2017 die Idee des leistungsstarken Earbud-Übersetzers »CLICK S«. Mit dem Ziel, die Kommunikation zwischen den Kulturen der Welt zu verbessern, schuf er so das Consumer-Tech-Start-up Mymanu. Um die neu gewonnene unternehmerische Unabhängigkeit nicht aufs Spiel zu setzen, entschied er sich für eine Bootstrapping-Strategie, zunächst ohne Fremdkapitalfinanzierung. Mit der ersten wasserdichten Bluetooth-Box konnte er sich durch technologische Pionierarbeit einen Namen machen, sodass ihm die Crowd-Funding-Community später eine halbe Million Pfund für seine neuen Innovationen zur Verfügung stellte. Damit war der finanzielle Durchbruch geschafft, um die Vision eines einheitlichen Ökosystems aus Soft- und Hardware in Form der Earbuds mit Mymanu zu realisieren.
Doch wer glaubt, Manu würde sich mit dem Erreichten zufriedengeben, wird schnell eines Besseren belehrt. Durch die ersten Erfolge beflügelt, arbeitet man bei dem Start-up bereits an einem neuen Produkt. Viel verraten will Danny Manu noch nicht, wenn er metaphorisch davon spricht, »das digitale Gefängnis zu verlassen, ohne dessen Vorteile zu verlieren.« Nicht nur Kunden und Unterstützer scheint er mit seinen Ideen zu überzeugen, sondern auch einen der größten deutschen Tech-Konzerne, mit dem die neueste Produktidee schon bald auf den Markt kommen soll.
Bild: (c) Mymanu