Apple steht kurz vor der Veröffentlichung von iOS 26.5. Nachdem bereits die sogenannte »Release Candidate«-Version für Entwickler freigegeben wurde, gilt ein öffentlicher Start in den kommenden Tagen als wahrscheinlich.
Im Mittelpunkt des Updates steht vor allem eine neue Sicherheitsfunktion: Erstmals führt Apple eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten zwischen iPhone- und Android-Nutzern ein – zunächst noch als Beta-Version. Damit werden Nachrichten zwischen beiden Plattformen deutlich besser gegen fremden Zugriff geschützt.
Auch Apple Maps erhält mehrere Neuerungen. Die App bekommt eine Funktion für »Suggested Places«, also personalisierte Empfehlungen auf Basis von Standort, Suchverhalten und aktuellen Trends. Gleichzeitig bereitet Apple die Einführung lokaler Werbung in Maps vor – ein Schritt, der bereits im Vorfeld kontrovers diskutiert wird.
Darüber hinaus reagiert Apple mit iOS 26.5 auf regulatorischen Druck aus der Europäischen Union. Künftig sollen Drittanbieter-Geräte wie Smartwatches oder Kopfhörer stärker mit dem iPhone zusammenarbeiten können – etwa bei Live-Aktivitäten, Benachrichtigungen oder Schnellkopplung. Hintergrund ist der Digital Markets Act der EU.
Zusätzlich enthält das Update kleinere Verbesserungen für CarPlay, neue Pride-Wallpaper sowie Anpassungen im App Store bei Abo-Modellen und Zahlungsoptionen.
Auffällig ist jedoch auch, was fehlt: Die von Apple seit längerem angekündigten großen KI- und Siri-Erweiterungen bleiben weiterhin aus. Mehrere Medien berichten, dass zentrale AI-Funktionen intern erneut verschoben wurden und möglicherweise erst mit iOS 27 erscheinen.
Die Entwicklung zeigt damit zwei Richtungen zugleich: Apple verbessert schrittweise Datenschutz, Interoperabilität und Dienste – gleichzeitig wächst aber der Druck, beim Thema künstliche Intelligenz schneller aufzuholen.
SK