Auf den ersten Blick scheint das so. Wenn Menschen viel arbeiten, möchte man davon ausgehen, dass die Produktivität des Unternehmens steigt. Diese Rechnung geht allerdings nur dann auf, wenn die richtigen Menschen zur richtigen Zeit die richtigen Themen auf die richtige Art und Weise bearbeiten. Um das sicherzustellen, sind die Verantwortlichen gezwungen, fortwährend auf allen Ebenen nachzujustieren, um das Unternehmen auf Kurs zu halten und eine Überlastung der Mitarbeiter zu vermeiden.
Dabei befinden sich Unternehmer und Führungskräfte gerade im Mittelstand in einem ständigen Spannungsfeld. Einerseits haben sie eine klare Zielsetzung für ihr Unternehmen und kennen auch den richtigen Weg, um diese zu erreichen. Anderseits ist jedoch auch Fakt: Ihre klare Zielorientierung wird täglich von zahlreichen internen und externen Einflüssen behindert. So können Kostendruck, Widerstände und Konflikte selbst stabile Organisationen ins Wanken bringen.
Aus Forschung und fundierter Managementexpertise wissen wir eindeutig, dass der Schlüssel zur erfolgreichen Steuerung des Unternehmens im »Faktor Mensch« liegt. Gerade der Mittelstand als Motor der deutschen Wirtschaft wird maßgeblich von den Menschen angetrieben, die im Unternehmen arbeiten. Ist das menschliche System eines Unternehmens gestört, beginnt der Motor zu stottern, denn wirtschaftlicher Erfolg und ein positives Miteinander bedingen sich gegenseitig.
Wer also wirklich verstanden hat, dass ein Unternehmen in dauerhafter Konkurrenz steht und deshalb ein gesundes Wachstum forcieren muss, kommt nicht umhin, seine Mitarbeiter mit ihren Kompetenzen, Bedürfnissen und Motivatoren in den Fokus zu rücken.
Wir wissen zwar, dass es immer wieder die gleichen Einflussgrößen sind, die in einem Unternehmen zu Überlastungen führen, wie zum Beispiel Personalmangel, ineffiziente Prozesse, technologische Herausforderungen oder Kommunikationsprobleme. Doch treten diese hemmenden Einflüsse meist nicht alle zusammen und nicht immer gleichzeitig auf.
Welche Faktoren die Leistungsfähigkeit eines Unternehmens und die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter konkret gefährden, sollte man also immer individuell betrachten.
Im ersten Schritt empfiehlt sich, dafür eine fundierte Analyse des Status Quo, die treffsicher erkennt, wo die konkreten Problemfelder liegen. Im besten Fall liefert diese Analyse außerdem logische Handlungsempfehlungen mit, die die hemmenden Einflüsse reduzieren und die förderlichen Einflüsse darauf vervielfachen.
Die wichtigsten Erfolgsfaktoren heißen hier: Objektivität und Praxisnähe.
Erfahrungsgemäß bringen subjektive Einschätzungen von internen und externen Beratern nämlich oft nur kurzfristige Effekte. Mit einem fundierten Analyseverfahren hingegen, das ins Unternehmen hineinhorcht und ein Stimmungsbild erhebt sowie eine objektive Bewertung der Chancen und Risiken vornimmt, erkennen Unternehmer ihre individuellen Stellschrauben für den Unternehmenserfolg.
Auf dieser Basis können sie zusammen mit ihren Führungskräften gemeinsame Prioritäten finden, positive Veränderungen anstoßen und auf allen relevanten Ebenen für Talente, Führungskräfte und Teams so umsetzen, wie es zum Bedarf des Unternehmens passt.
Diese Praxisnähe ist essenziell, damit positive Veränderungen nachhaltig funktionieren – denn nichts ist frustrierender, als wenn die schöne Theorie dem tatsächlichen Arbeitsalltag nicht standhält und neue wertvolle Erkenntnisse gleich wieder verpuffen.
Die Ergebnisse dieses systematischen Vorgehens sind individuelle Erkenntnisse und Maßnahmen, die wirklich zur Unternehmenskultur und dem Geschäftsalltag passen und ihn nachhaltig positiv verändern. Gerade für den Mittelstand, der flexibel auf sich ständig verändernde Marktbedingungen reagieren muss, ist das essenziell, um Frustrationen vorzubeugen und Unsicherheitsfaktoren unter Kontrolle zu halten.
Und dank fortschreitender Digitalisierung, Automatisierung und der Möglichkeiten künstlicher Intelligenz ist eine solche strukturierte Vorgehensweise auch für mittelständische Unternehmen umsetzbar – selbst, wenn sie ohne oder mit einer kleinen Personalabteilung arbeiten.