Ich glaube es gehört einfach dazu, dass die ersten Steps in die Selbstständigkeit ohne vernünftige Mentoren oder ein starkes vorhandenes Netzwerk mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit scheitern. Und ich bin dankbar dafür, dass es bei mir so gewesen ist, weil wir uns auf dem Weg zum Erfolg eben auf einige Tiefpunkte gefasst machen müssen. Wenn wir nur wissen, wie es ist, erfolgreich zu sein, würde es uns extrem schwerfallen, gut mit Niederlagen umzugehen. Zu den Gründen für das Scheitern gehört, dass ich kein gutes Umfeld mit Mentoren hatte, die ich um Rat fragen konnte. Heute habe ich in jeden Lebensbereichen Experten, mit denen ich mich tief über die jeweiligen Themen austauschen kann und davon lasse ich auch meinen Vertrieb profitieren.
Was sollte ich sonst tun? Gescheitert stehen bleiben und quasi mit dem Leben abschließen? Solange das Ende kein Sieg ist, ist es auch für mich noch nicht das Ende. Wenn jemand dort draußen eine Frau, Freundin, Familie, Kinder oder auch Angehörige hat, an denen einem wirklich etwas liegt, sollte jeder das unerbittliche Streben danach haben, so gut wie möglich im Spiel des Lebens zu werden, um ihnen einen Nutzen bieten zu können, und auch um etwas zurückzugeben.
Nun ja, es waren dann noch einige Versuche mehr, die scheiterten. Ich habe wirklich sehr Vieles ausprobiert. Ich habe zuerst analysiert, dass ich aufgrund meiner Persönlichkeit die meisten Chancen im Vertrieb habe. In einigen Vertrieben bin ich gescheitert. Schließlich habe ich mich auf die Suche nach einem Produkt oder einer Dienstleistung gemacht, die sofort eine win-win-Situation für den Kunden und den Vertrieb bietet und dazu noch eine gute Marge aufweist. So bin ich zum Erfolg gekommen, weil ich genau das gefunden habe.
Das ist ein Thema, das individuell betrachtet werden sollte. Ich kenne permanenten Leistungsdruck aus dem Leistungssport. Deshalb konnte ich auch mit dem finanziellen Druck im Kopf gut umgehen und trotzdem bei meinen Kunden glänzen. Ich habe die Boote zu meinem alten Leben verbrannt, um mich einem neuen, besseren Leben zu widmen. Das Risiko sollte dennoch immer gut abgewogen werden. Heutzutage heißt Unternehmensgründung nicht gleich, dass man ein extremes Risiko mit sich trägt. Im Vertrieb ist der Start recht übersichtlich und lässt sich meist zu Beginn auch mit einem Hauptjob kombinieren. Das traf allerdings für mich nicht zu, denn ich wollte schnell nach vorn kommen, und manchmal ist Speed im Business alles.
Gründen in Deutschland hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Die Gründer sind zu Beginn teilweise an extreme bürokratische Richtlinien gebunden, weshalb viele Menschen das Unternehmertum komplett meiden. Hinzu kommt oft ein Umfeld, das teilweise sehr anti-kapitalistisch eingestellt ist. Das sind aber alles keine Gründe, von denen sich ein Gewinner abhalten lässt. In jeder Branche gibt es nämlich immer jemanden, der extrem erfolgreich ist und die Umsätze seines Lebens fährt. Wir haben grundsätzlich aktuell die beste Zeit, um zu gründen, weil es noch nie so viele Chancen gab, erfolgreich zu werden. Man muss einfach nur beginnen und vor allem machen.
mk