Ich bin sehr akademisch erzogen worden, habe mehrere Instrumente spielen müssen und sollte Bestleistungen im Sport und Schule bringen. Meine Eltern waren oft sehr sparsam, obwohl ich in keinen schlechten Verhältnissen aufgewachsen bin; und dieses ständige »Nein« zu allem zu hören, hat sich bei mir zu einem richtigen Hass entwickelt. Ich habe mir selbst beibringen müssen, wie ich doch ein »Ja« zu Dingen bekomme, die ich unbedingt haben wollte, wie im Restaurant das teuerste Gericht, das zweite Getränk oder im Alter von elf Jahren das erste Handy, weil alle Klassenkameraden eins hatten.
Im Alter von elf bis 14 Jahren habe ich mein erstes Business gestartet: Ich habe mit meiner Trompete auf den Straßen Musik gemacht. Ich habe das an jedem Wochenende durchgezogen und konnte meine ersten, sehr guten Verdienste generieren.
Ich war es gewohnt, zu machen, zu gewinnen und Geld zu verdienen. Und ich war sehr selbstbewusst und wusste, dass ich es auch mit einem Social-Media-Online-Business schaffen werde. Statt als User durch die Kanäle zu scrollen, habe ich begonnen, mich schlau zu machen, bin »all in« gegangen und hab alles andere dafür aufgegeben.
Klar kann man das! Geld verdienen hat immer dasselbe Muster: Man liefert einen Wert und erhält dafür den Gegenwert in Form von Geld. Und da immer mehr online passiert, kann man diesen Wert natürlich auch digital liefern und dafür digital bezahlt werden. Es gibt Tausende Wege, die alle irgendwie und mit der richtigen Arbeitsweise und Strategie funktionieren können.
Wichtig ist immer nur, selbst zu verstehen, welches Business man startet, weil man meiner Meinung nach als Anfänger die Finger von Modellen lassen sollte, die risikoreich sind und Startkapital oder Vorkenntnisse erfordern.
Nein, man kann es auch unsichtbar tun. Jedes Unternehmen sucht nach Neukunden oder Mitarbeitern. Wenn man alles über digitales Marketing lernt und sich auf TikTok fokussiert, kann man diesen Unternehmen genau das beschaffen, was sie suchen. Man erstellt dafür Content, weckt Aufmerksamkeit, um die passende Zielgruppe zu erreichen und muss sich dabei noch nicht einmal selbst zeigen.
Guter Content muss Leute erst triggern oder berühren, damit er Interesse weckt. Dann kann man »pitchen«, das heißt, die Botschaft senden. Manchmal erreicht man mit tausend Views in der richtigen Zielgruppe mehr als mit 100.000 in einer Durchschnitts-Jedermann-Zielgruppe.
Man kann den Algorithmus füttern, indem man selbst »gibt«, also unter anderen Videos interagiert und nicht nur »nimmt«. Dabei sollte man agieren wie ein normaler scrollender User und nicht wie ein Bot. Auch das monetäre Interesse sollte nicht gleich erkennbar sein.
Nein, es gibt im Business nur selten Zufälle. Am Ende des Tages gilt das, was funktioniert. Und das muss man stetig besser machen als andere. So kann man nur gewinnen, egal, woraufman es bezieht. Dieses »das, was funktioniert« wissen leider aber nur die wenigsten.
MK