Unternehmer stehen beim Wettbewerb um Talente, aber vor allem bei der Zufriedenheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor wachsenden Herausforderungen. Das gilt auch für Gründer. Einerseits ermöglicht die Digitalisierung flexiblere Arbeitswelten – ein Wunsch gerade von Nachwuchskräften –, andererseits empfinden nicht wenige Mitarbeitende die verstärkte Remotearbeit und die überwiegend virtuellen Teamerfahrungen auch als Belastung und Verlust. Die oft jüngeren Generationen unterstellte, schwindende Identifizierung mit Job und Arbeitgeber trifft in der Praxis auf Zukunftssorgen und Verunsicherung über sich rapide wandelnde Berufsbilder.
Diese quer durch die Branchen vorhandenen Probleme müssen aber nicht im Widerspruch mit dem Spaß an der Arbeit stehen, einer motivierenden Firmenkultur und hoher Arbeitsplatzqualität, für die sich Geschäftsführung und Personalabteilung täglich ins Zeug legen sollten. Veränderungen bringen idealerweise viele positive Aspekte mit sich, verursachen aber auch immer Verunsicherung. Angesichts sehr heterogener Interessen und Bedürfnisse der Mitarbeitenden besteht die Herausforderung für Unternehmen nicht darin, es vermeintlich »richtig« zu machen, sondern flexibel und agil zu sein, neue Technologien in eine gemeinsame Unternehmenskultur zu verankern und den Mitarbeitenden zu helfen, sich anzupassen, sich fortzubilden und vom technologischen Fortschritt zu profitieren.
Beitragsbild: Depositphotos / videoflow