Solche Tests wirken unterhaltsam, fast ein bisschen psychologisch – aber in Wahrheit sind sie kaum belastbar. Ein Händedruck sagt wenig über Authentizität aus und ob jemand eine Tasse in die Küche zurückstellt, hängt von der Erziehung, der Tagesform oder dem kulturellem Hintergrund ab, aber nicht von seiner Teamfähigkeit. Natürlich ist Beobachtung wichtig – aber sie muss fundiert sein.
In meiner Arbeit mit Mimikresonanz und Wirtschaftsprofiling geht es genau darum: Menschen nicht aufgrund eines einzelnen Verhaltens zu bewerten, sondern ganzheitlich zu erfassen. Mikroexpressionen, Humanmorphologie, Körpersprache, sprachliche Muster und nonverbale Inkongruenzen geben Hinweise, die – im richtigen Kontext – erstaunlich viel über Denkweisen, Stärken, Potenziale aber auch über mögliche Konflikte verraten. Ein Händedruck ist kein Charakterprofil. Wer wirklich hinsieht, braucht keine Tricks.