Viele Menschen, die sich in ihrem Job unwohl fühlen, glauben, dass ein Stellenwechsel die Lösung ist. Doch oft stellt sich nach wenigen Monaten Ernüchterung ein. Das ist besonders frustrierend, wenn man der festen Annahme war, dass man mit dem neuen Job genau das Richtige gefunden hätte. Noch verwirrender wird die Situation, wenn man in der neuen Stelle genau das bekommen hat, was in der alten fehlte: etwa ein kleineres Unternehmen und flachere Hierarchien. Natürlich fängt man da an, sich Fragen zu stellen: Was stimmt mit mir nicht? Habe ich möglicherweise falsche oder unrealistische Erwartungen? Was steckt wirklich dahinter? Und wie erkennt man, ob ein Jobwechsel die richtige Maßnahme ist – oder ob es um etwas Grundlegenderes geht und eine tiefere Veränderung nötig ist?
Wer seinen Job wechselt, ohne die eigentlichen, tieferen Ursachen seiner Unzufriedenheit zu hinterfragen, erlebt häufig eine unangenehme Überraschung: Der neue Job ist nicht besser, weil er nur anhand der oberflächlichen, vermeintlichen Kriterien überprüft wurde. Wer etwa ein kleineres Unternehmen und flache Hierarchien sucht, sich aber tatsächlich mehr Wirksamkeit wünscht, stellt vielleicht fest, dass der direkte Draht zum Geschäftsführer kein Garant dafür ist, dass man mehr umsetzen kann.